Große Spendenbereitschaft für Spielplatz

Rosengarten (MOZ) Zum Jahresbeginn zieht der Stadtbote in den neun Ortsteilen Bilanz und blickt auf die anstehenden Termine des neuen Jahres voraus. Den Anfang macht Rosengarten.

© René Matschkowiak
© René Matschkowiak

Überdacht: Hardy Lodtka vom Ortsbeirat und Sandra Schmalz, die Vorsitzende des Fördervereins, freuen sich über die neue Wetterschutzhütte auf dem Rosengartener Dorfplatz.

Christian Mirle blickt mit gemischten Gefühlen auf das Jahr 2016 zurück. „Vieles, was wir uns vorgenommen haben, wurde nicht erreicht“, sagt der Ortsvorsteher von Rosengarten, Pagram und Lillihof, obwohl die Anliegen regelmäßig auf der Frankfurter Verwaltungsebene vorgetragen wurden. So sei die Wendeschleife am Bahnhof für Busse nach wie vor sehr knapp und an den öffentlichen Parkplätzen in der Hauptstraße fehle die Beschilderung „Bitte nur vorwärts einparken“, mit der die Anwohner vor Abgasen geschützt werden sollen. Ein weiteres Ärgernis sei, dass die Behälter für Streusand nicht befüllt sind oder gleich ganz fehlen. Auch darüber habe der Ortsbeirat das Tiefbauamt bereits informiert, so Mirle. Wann mit der Sanierung der maroden Bahnbrücke begonnen werde, sei ebenfalls ungewiss.

Zu den Erfolgen rechnet der Ortsvorsteher, dass im September eine zusätzliche Tafel mit den Namen der Rosengartener, die zwischen 1939 und 1945 oder in sowjetischen Lagern ihr Leben ließen, am Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges vor der Kirche angebracht wurde. Zu den kulturellen Höhepunkten gehörten das Rosenfest, das der Ortsverein zum 30. Mal organisierte, sowie das Kinderfest des Fördervereins. Erstmals gestalteten die Frauen des Kreativzirkels eine Strohpuppe, die beim Stadtfest Bunter Hering den Ortsteil repräsentierte. Kurz vor Weihnachten konnte auf dem ehemaligen Schulplatz in der Dorfmitte eine Wetterschutzhütte errichtet werden, die durch den Ministerpräsidenten und das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft aus Lotto-Konzessionsabgaben gefördert wurde.

Für 2017 hofft Mirle auf Mittel aus dem ILE-Förderprogramm für den Bau des lange geplanten Spielplatzes. Um den Eigenanteil zu finanzieren, hat der Förderverein im vergangenen Jahr Geld im Dorf gesammelt. „Die Spendenbereitschaft war überwältigend“, sagt die Vereinsvorsitzende Sandra Schmalz. Zudem hat die evangelische Kirchengemeinde Frankfurt-Lebus 35000 Euro für die Sicherung des Kirchturmes in ihren Haushalt eingestellt, sagt Mirle, der auch Kirchenältester ist. Der Turm weist Risse auf, weil er auf einer Tonschicht gebaut ist, die dafür sorgt, dass sich der Boden bei Feuchtigkeit hebt und bei Trockenheit senkt. Im Frühjahr soll der Turm schichtweise unterfüttert werden, um weitere Risse im Gebäude zu verhindern.

Sonja Jenning 12.01.2017 06:09 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de                                      

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